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Wie stellst du dich einprägsam vor, ohne deinen Jobtitel zu erwähnen oder deinen Lebenslauf aufzuzählen?

  • Autorenbild: Jakob Hysek
    Jakob Hysek
  • vor 21 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Vorstellungsrunden sollten super interessant sein. Wir dürfen neue Menschen kennenlernen oder noch besser, uns ihnen vorstellen.


Du darfst also über dein Lieblingsthema sprechen: dich selbst.


2 Personen rund um einen Tisch. Eine fragt: "Wer bist du?" 
Die andere überlegt gestresst, soll ich meinen Jobtitel sagen oder meinen Lebenslauf erzählen?
Wie stellst du dich normalerweise vor?

Trotzdem ist es leider sehr oft ein langweiliges Gespräch; keiner weiß wirklich, was er sagen soll, und zählt deshalb seinen Jobtitel und seinen Lebenslauf auf…


Wenn du dich einprägsam und professionell vorzustellen willst, lass deinen Jobtitel weg!


Verschiebe den Fokus des Gesprächs:


Weg von dem, was du tust. 
Hin zu dem, wer du bist, wie du denkst 
und was dich antreibt. 

In den Sozialwissenschaften nennt man das „das Skript durchbrechen“. Du störst den Autopiloten im Gehirn des Gegenübers. Das führt dazu, dass dieser plötzlich wirklich aufmerksam zuhört.



Damit du deine Vorstellung ausarbeiten kannst, habe ich für einen meiner Klienten einen Fragebogen erstellt. Dafür habe ich mich von drei grundlegenden Ansätzen aus der Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Charisma-Forschung inspirieren lassen. Diese sind:


  1. Der „Elevator Pitch“ Reframe (Vanessa Van Edwards / Science of People): Wechsle von sterilen Fakten zu emotionalen Aufhängern und gemeinsamen Werten.

  2. Die Theorie der „Narrativen Identität“ (Dr. Dan McAdams): Baue auf dem psychologischen Konzept, dass wir uns selbst über interne, sich entwickelnde Lebensgeschichten definieren, auf und finde deine Geschichte!

  3. Der „Uniqueness Peak“ (Dr. Jonah Berger): Finde den idealen Mittelweg zwischen Nahbarkeit und Unverwechselbarkeit.



Hier ist dein Fragebogen, der dir dabei hilft, deine Vorstellung ohne Jobtitel und Lebenslauf-Aufzählung, dafür mit maximaler Wirkung zu formulieren.


Nutze entweder folgenden Übungszettel, um deine Vorstellung auszuarbeiten:



oder lies einfach weiter:



Teil 1: Finde deinen inneren Antrieb


Inspiriert durch die Ideen von Vanessa Van Edwards zu Gesprächsimpulsen. 


Anstatt deine täglichen Aufgaben zu erklären, konzentriere dich auf deine intrinsische Motivation. Menschen erinnern sich eher daran, wie sie über deine Arbeit denken und fühlen, als an die reine Logistik deines Berufs.


  • Was ist das „Warum“ hinter deiner täglichen Energie? Wenn du deinen Jobtitel nicht verwenden darfst, wie beschreibst du das Problem, das du auf dieser Welt am liebsten lösen willst? z.B.: „Ich bin jemand, der es liebt, chaotische Daten in verständliche Geschichten zu verwandeln“ statt „Ich bin Datenanalyst.“

  • Mit welchem Thema oder welcher Fähigkeit beschäftigst du dich aktuell leidenschaftlich, um es zu meistern? Das Erwähnen eines aktuellen Vorhabens lässt dich dynamisch und zukunftsorientiert wirken.

  • Was ist eine Regel, ein Glaube oder eine Philosophie, nach der du lebst und die deine beruflichen Entscheidungen leitet?



Teil 2: Zieh den roten Faden deiner Geschichte


Inspiriert durch Dr. Dan McAdams’ und die Idee der narrativen Identität. 


Das menschliche Gehirn ist für Geschichten gemacht, nicht für Lebensläufe. Dieser Abschnitt hilft dir, die „Wendepunkte“ in deinem Leben zu finden, die deinen beruflichen Charakter prägen.


  • Der Funke der „Entstehungsgeschichte“: Was war ein bestimmter Moment in deiner Jugend oder frühen Karriere, der dich dazu gezwungen hat, deine größte berufliche Stärke zu entwickeln?

  • Das Thema der „Bewältigung“: Welches bedeutende Hindernis hast du überwunden, und welche einzigartige Perspektive hast du dadurch gewonnen, die du noch heute nutzt?

  • Die Definition deiner „Superkraft“: Wenn deine engsten Kollegen, oder noch besser Freunde, beschreiben müssten, welche Präsenz du in einen Raum bringst, wenn es mal schwierig wird – welche Worte würden sie wählen?



Teil 3: Die Matrix aus Nahbarkeit und Kontrast


Inspiriert durch Dr. Jonah Bergers Konzepte zu sozialem Einfluss und optimaler Unverwechselbarkeit. 


Eine einprägsame Vorstellung erfordert Balance: Du musst unverwechselbar genug sein, um aufzufallen, aber nahbar genug, um sofort eine Wellenlänge zu finden. 


  • Die kontraintuitive Wahrheit: Was ist etwas, das du in deiner Branche oder deinem Fachbereich für wahr hältst, dem aber fast niemand sonst zustimmt? (Dies ist ein enormer Charisma-Beschleuniger.)

  • Die Mikro-Analogie: Kannst du deine Kernkompetenz mithilfe einer Metapher aus einem völlig branchenfremden Hobby erklären? z.B.: „Ich betrachte den Aufbau einer Teamkultur genauso wie das Backen von Sauerteigbrot – es braucht Geduld, Temperaturkontrolle und die richtige Umgebung.“

  • Das verbindende menschliche Element: Welches universelle menschliche Bedürfnis oder Erlebnis (z. B. die Liebe, Dinge zu erschaffen; die Faszination für menschliches Verhalten; die Leidenschaft für Effizienz) verbindet deinen Alltag mit der Person, die dir gegenüber sitzt?



So stellst du dich einprägsam vor: Die „Drei-Satz“-Formel


Sobald du diese Fragen beantwortet hast, halte Ausschau nach dem roten Faden. Eine einprägsame Vorstellung ohne Jobtitel folgt meist dieser Struktur:


  1. Der Aufhänger (Der Antrieb): „Ich bin jemand, der absolut fasziniert ist von [Kernantrieb / Problem, das du löst].“

  2. Der Kontext (Die Narration): „In letzter Zeit sieht das so aus, dass ich [Metaphor, aktuelle Leidenschaft oder Philosophie].“

  3. Die Brücke (Die Nahbarkeit): „Was im Grunde bedeutet, dass ich meine Zeit mit [übergeordneter Einfluss/Mehrwert] verbringe – aber eigentlich geht es mir einfach darum, [verbindendes menschliches Element].“ 


Ein Beispiel aus der Praxis:


„Ich bin jemand, der leidenschaftlich gerne komplexes Chaos in einfache, menschliche Geschichten übersetzt. In letzter Zeit sieht das so aus, dass ich untersuche, wie Menschen unter Druck Entscheidungen treffen, um Teams dabei zu helfen, besser zu kommunizieren. Letztendlich liebe ich es einfach, Ordnung ins Rauschen zu bringen.“

Merkst du, wie professionell, kompetent und faszinierend das klingt – ohne jemals einen konkreten Titel wie „Projektmanager“ oder „PR-Berater“ genannt zu haben?



Um dich einprägsam und professionell vorzustellen, musst du das Skript durchbrechen. Überrasche dein Gegenüber, indem du die gewohnte Struktur weglässt und sichere dir die volle Aufmerksamkeit. Gehe:


Weg von dem, was du tust, hin zu dem, wer du bist, wie du denkst & was dich antreibt. 

Glaub mir, es wird nicht nur funktionieren, sondern auch noch Spaß machen! Probier es aus und lass mich wissen, wenn du Hilfe brauchst!



Über mich


Nach über zehn Jahren im internationalen Software- und Start-up-Business kenne ich den Leistungsdruck moderner Karrieren aus eigener Erfahrung.


Als systemischer Coach & Milizsoldat weiß ich, wie wichtig klare Kommunikation, Verantwortung und Vertrauen für funktionierende Teams sind.



Deshalb habe ich mich entschlossen, Teams und Einzelpersonen dabei zu unterstützen, ihre Zusammenarbeit zu verbessern, Konflikte zu lösen und Motivation wieder spürbar zu machen – pragmatisch, menschlich und mit Freude an der Entwicklung.



Bist du bereit für den nächsten Schritt?


Ob Konflikte im Team, fehlende Motivation oder Kommunikation, die stockt – der erste Schritt ist immer das Gespräch.



In 15 Minuten gehen wir auf deine Fragen ein und finden heraus, ob wir zueinander passen!


Ich freue mich von dir zu hören!

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